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Kindle eReader

Der Amazon Kindle ist nicht nur einer der ersten eBook Reader der Generation „e-Ink“ sondern auch einer der meist verkauften eBook Reader weltweit. Mit der vierten Auflage des Kindle geht Amazon mal wieder in die Offensive und bringt gleich vier neue Kindle Varianten und ein Tablet namens Kindle Fire heraus.

Die Schlechte Nachricht zuerst: von den neuen Kindle Modellen ist zunächst nur eines in Europa bzw. außerhalb der USA erhältlich. Das hierzulande unter dem Namen Kindle eReader erhältliche Gerät ist so etwas wie eine light-Version des neuen Kindle, die zwar über die gleiche leistungsstarke Hardware der neuen Kindle Produktreihe verfügt, dafür aber weniger Speicher, keine volle Touchscreen-Bedienung und keine Audio-Funktionen besitzt. Dafür kostet der Kindle eReader auch nur 99,- Euro – was in punkto Preis/Leistungsverhältnis definitiv neue Maßstäbe setzt.

Der Kindle mit luxuriöserer Ausstatung heisst Kindle Touch. Das augenscheinlichste neue Feature ist hierbei, wie der Name schon vermuten lässt, die Touchscreen-Bedienung. Ins Netz geht der Kindle Touch per WLAN. Wer zudem gerne noch ein Mobilfunk-Zugang hätte kann auf die Version Kindle Touch 3G zurückgreifen. Die bisher unter den Name Kindle 3 bzw. Kindle Kindle 3G firmierenden Vorgängermodelle sind ebenfalls noch erhältlich und heißen nun, da sie mit einer physischen Tastatur ausgestattet sind, Kindle Keyboard und Kindle Keyboard 3G. Der Vollständigkeithalber sei an dieser Stelle auch das neue Amazon Tablet Kindle Fire erwähnt, das ebenfalls mit der neuen Kindle eBook Reader Kollektion erschienen ist. Dabei handelt es sich um ein waschechtes Tablet mit LCD-Bildschirm und angepasstem Google Android Betriebssystem.

Im deutschsprachigen Raum ist bisher nur der Kindle eReader für 99,- Euro erhältlich. Was sofort an dem neuen Modell auffällt, ist seine kompakte Größe. Der neue Kindle ist rund 20% kleiner und um Drittel leichter als der Vorgänger Kindle 3. Dies liegt vor allem daran, dass keine physische Tastatur mehr vorhanden ist, wie sie noch bei den Vorgänger-Modellen zu finden war. So konnte, obwohl das Display nach wie vor 6 Zoll groß ist, einiges an Platz eingespart werden. Die Bedienung erfolgt hauptsächlich über ein Cursor-Pad und insgesamt vier Funktionstasten am unteren Rand des Geräts. Zudem gibt es an den Seiten noch zwei leicht erreichbare Tasten zum vor- und zurückblättern. Für Tastatur-Eingaben wird bei Bedarf eine On-Screen Tastatur eingeblendet. Die Menüführung des Kindle eReader ist nun endlich auch auf deutsch.Als Display Technologie verwenden der neue Kindle die neueste e-Ink Pearl Technologie, die noch einmal verbesserte Kontrasteigenschaften und eine wirklich außergewöhnlich hohe Darstellungsqualität erreicht. Unter der Haube wurde die Prozessorleistung im Vergleich zum Vorgänger erhöht, was sich sich vor allem bei der Geschwindigkeit des Seitenaufbaus bemerkbar macht. Das Speichervolumen wurde dagegen von 4GB auf 2GB reduziert. Dafür kann man jedoch auf den Amazon-Cloud Speicher zugreifen, der Kindle Besitzern kostenfrei nahezu unbegrenzten Speicherplatz bietet.

Ansonsten bleibt beim neuen Kindle alles beim alten: eBooks, Magazine und Zeitschriften werden direkt online bei Amazon eingekauft. Amazon setzt bei eBooks auf das proprietäre AZW-Format, was einen tatsächlich an Amazon bindet. Dafür stehen einem hier allerdings auch über 800.000 eBooks davon ca. 50.000 in deutscher Sprache zur Verfügung. Von Dritt-Anbietern unterstützt der Kindle lediglich Dokumente im PDF-Format. Diese werden bei Bedarf automatisch in ein Kindle-gerechetes Format skalliert. Eigene Dokumente können zudem auch im Word oder TXT Format betrachtet und über die virtuelle Tastartur bearbeitet werden.

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Produktvideo zum Kindle eReader

 

 

 

 

Amazon Kindle 3

seit seinem Erscheinen im Jahr 2008 hat sich der Amazon Kindle zum meist verkauften Produkt bei Amazon entwickelt. Inzwischen ist der Kindle in der dritten Version endlich auch offiziell in Deutschland erhältlich.

Ein Kern-Feature des neuen Amazon Kindle 3 ist natürlich sein e-Ink Display. Schon der Kindle der ersten Generation konnte dadurch mit einer Darstellungsqualität die der von gedruckten Büchern zum verwechseln ähnlich ist punkten. Der neue Kindle 3 verwendet nun die neueste e-Ink Pearl Technologie. Diese weist noch einmal verbesserte Kontrasteigenschaften und einen verbesserten Lesekomfort auf. Selbstverständlich ist auch das neue e-Ink Display nahezu reflexionsfrei, so dass man auch draußen komfortabel und ohne störende Lichtreflexionen lesen kann. Ein weiterer Pluspunkt: Der geringe Stromverbauch. Da nur einmalig Energie zum Aufbau einer Seite benötigt wird und nicht konstant solange der Bildschirm eingeschaltet ist, reicht eine Akku-Laden auch bei häufigem Gebrauch locker für einen Monat und mehr. Ein Manko der e-Ink Technik war bisher jedoch immer sein langsamer Seitenaufbau. Hier hat der Kindle 3 deutliche Fortschritte gemacht. Die Prozessorleistung wurde nochmal gehörig in die Höhe geschraubt. Die Menünavigation geht dadurch nahezu verzögerungsfrei von statten. Der Aufbau der kompletten Seite findet ebenfalls spürbar schneller statt.

Ein weiteres Kernelement des Kindle ist seit je her seine umfassende Online Anbindung. Den Zugang zum Internet erhält der Kindle entweder über WLAN oder, in der etwas teureren Kindle 3G Version, optional auch über Mobilfunk. Laufende Kosten für den Internetzugang entstehen dabei nicht. Die 3G Version ist mit einer kostenlosen Flatrate ausgestattet, die sofort nach dem Einschalten einen sorgenfreien Internetzugang gestattet. Die Internetanbindung dient vor allem dem Erwerb von eBooks im Amazon-Shop. Hier bietet Amazon ein reichhaltiges Angebot an deutschsprachigen und internationalen eBooks an. Um die 25.000 deutschsprachige eBook Titel stehen zum Start des eBook-Angebots zu Verfügung. Dazu kommen über 625.000 eBooks in anderen Sprachen, darunter hauptsächlich englische Titel. Auch Tageszeitung wie Frankfurter Allgemeine Zeitung, Handelsblatt oder Die Zeit stehen entweder als Abo oder als Einzel-Download zur Verfügung. Neben offziellen Verlagsangeboten bietet Amazon zudem eine Direct Publishing Plattform an, bei der Autoren ihre Werke ohne Verlag direkt als eBook veröffentlichen können.

ie im Amazon-Store erhältlichen eBooks werden im hauseigenen AZW-Format angeboten, dass natürlich kopiergeschützt und nicht auf andere Geräte übertragbar ist. Umgekehrt können auch geschützte Formate anderer Anbieter nicht auf dem Amazon Kindle geöffnet werden. Offene Formate wie etwa PDF oder nicht-kopiergeschützte Fomrate akzeptierte der Kindle jedoch auch aus anderen Quellen. Ein nettes Zusatzfeature ist der PDF-eMail-Service. Eigene PDF-Dateien kann man einfach ein seine persönliche Kindle-eMail Adresse schicken, worauf Sie dann kurz darauf über den Kindle abrufbar sind.

Der Kindle 3 kann jedoch nicht nur online im Amazon-Shop stöbern, sondern auch beliebige andere Webseiten abrufen. Hierfür steht unter dem Status „experimentell“ ein Web-Browser zur Verfügung. Und obwohl Amazon diese Funktion noch als experimentelles Beta-Feature ansieht, funktioniert diese bereits erstaunlich gut. Die Darstellung von Webseiten, sowie Texteingabe und das Anklicken von Links gelingt dank einer intelligenten Zoomfunktion und einer ausgefeilten Steuerung erstaunlich flüssig. Selbst aufwendigere Webtechnologien wie z.B. Javascript unterstützt der Kindle-Browser bereits problemlos.

Im punkto Bedienung ist Amazon dem bewährten Kindle-Konzept treu geblieben. Diese findet ausschließlich über die physische Tastaur am unteren Rand des Bidschirms statt. Die Tastatur ermöglicht etwa das Eingeben von Notizen oder Suchwörtern auf direktem Wege. Umständlich doppelt-belegte Tastenfunktionen gibt es nicht. Zum Vor -und Zurückblättern stehen zwei entsprechende Tasten in daumenfreundlicher Höhe jeweils am rechten und für Linkshänder gleichzeitig auch am rechten Rand bereit. Für das Hauptmenü und das aktuelle Inhaltsverzeichnis gibt es jeweils eigene Tasten, so das diese wichtigen Orientierungspunkte jederzeit mit einem Tastendruck erreichbar sind.Eine nettes Feature ist auch die Möglichkeit, eigene Notizen online zu speichern und diese somit anderen Kindle-Usern zur Verfügung zu stellen.

Auf einen Touchscreen hat man jedoch auch in der neuesten Kindle-Version bewusst verzichtet. Zwar hätte man dadurch die Bedienung noch ein wenig komfortabler gestalten können, eine Touchscreen-Bedienung geht jedoch immer zu lasten der Darstellungsqualität, da eine zusätzliche Folie auf den Bildschirm geklebt werden muss.

Der Kindle ist einmal als reine WLAN Version für 139,- Euro und als WLAN+Mobilfunk Version für 189,- Euro erhältlich.

Berichte zu älteren Kindle-Modellen:

  

Amazon Kindle DX     Amazon Kindle 2     Amazon Kindle 1

  
 
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