Amazon Kindle
„Kindle“ bedeutet soviel wie „ein Licht entzünden“ und ist Amazons geglückter Versuch den US-Markt für eBook Reader wieder zu entflammen.

- Foto: Amazon
Grund für den Erfolg des Lesegerätes ist vor allem, dass Amazon mit dem "Kindle" nicht nur ein technisch ausgereiftes Produkt auf den Markt gebracht hat, das vor allem durch e-Ink Technologie und perfekter mobiler Netzanbindung glänzt, sondern weil der online Buchgigant Amazon über ein riesiges Sortiment an elektronischen Texten verfügt. Mehr als 350.000 eBooks, Zeitungen und Magazine kann man mit dem Kindle bequem über die drahtlose Netzverbindung von überall aus herunterladen. Kosten fallen dabei nur für die Inhalte an, nicht aber für die Internetverbindung. Man kann also auch ganz in Ruhe im online Sortiment von Amazon stöbern, Buchkritiken lesen und Buchauszüge durchforsten, bevor man sich zum Kauf und Download eines eBooks entschließt. Durchschnittlich kostet ein Buch in der eBook Reader Version 9,99 Dollar. Tageszeitungen wie die „New York Times“, das „Wall Street Journal“ und die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ bekommt man auch als Abo zu einem monatlichen Preis zwischen 5,99 und 14,99 Dollar. Außerdem können Kindle Besitzer kostenfrei auf Artikel der Wikipedia zugreifen und über ihren email Zugang auf eigene Word-Dateien zugreifen. Das PDF-Format wird jedoch nicht unterstützt.
Design und Bedienung
Der Lesekomfort ist beim Kindle ungleich höher als beim Lesen von eBooks auf herkömmlichen Bildschirmen. Der Grund: Die verwendete e-Ink Technologie stellt Buchstaben in monochrom-Farben auf elektronischem Papier dar. Elektronisches Papier benötigt keine eigene Hintergrundbeleuchtung und weist ähnliche Reflektions- und Kontrasteigenschaften wie bedrucktes Papier auf. Dadurch kann man selbst bei direktem Sonnenlicht noch bequem lesen, ohne das die Augen übermäßig belastet werden. Der Bildschirm ist sechs Zoll groß, was einer Diagonale von 15,2 cm entspricht. Eine Größe die man als guten Kompromiss aus Lese- und Tragkomfort betrachten kann, da eine komplette Buchseite in ausreichender Größe darstellbar ist und das Lesegerät trotzdem noch in die meisten Jackentaschen passt.
Die Bedienung wirkt in Zeiten moderner Touchscreens genau wie das Gesamtdesign ein wenig antiquiert. Eingaben werden über eine am Bildschirn angrenzende QWERTY-Tastur vorgenommen und naheliegende Funktionen wie Buchseiten umblättern und Schriftgrösen verändern werden über gut sichtbare, einfach belegte Knöpfe vergenommen. Das mag zwar altmodisch wirken, ist aber dafür einfach und unmissverständlich, was vor allem auch älteren Benutzern entgegenkommen dürfte. Insgesamt verfügt Kindle über 256 MB Arbeitsspeicher, wovon 180 MB für eigene Dokumente reserviert sind. Bedenkt man, dass man es nicht mit speicherintensiven multimedialen Inhalten zu tun hat, sollte man damit eine Weile auskommen. Ansonsten ist eine Speichererweitung über SD-Karten möglich
Fazit:
Seine große Auswahl an eBooks über den Amazon Bookstore machen Kindle zu einem klaren Favoriten unter den ebook Readern. Die technische Ausstattung wie der Bedienkomfort sind ebenfalls sehr zufriedenstellend. Lediglich das etwas antiquierte Design kann man bemängeln, wenn man darauf wert legt. Der Amazon Kindle ist ab 19.Oktober für ca 190,- Euro erhältlich.
Alternativen
Wer derzeit in den deutschsprachigen Ländern eine Alternative zum Amazon Kindle sucht, sollte mal einen Blick auf den iRex iLiad werfen. Auch dieser eBook Reader verfügt über eine Webanbindung und sehr ausgereifte Technik, schlägt dafür aber auch preislich etwas mehr zu Buche. Wer auf eine Webanbindung verzichten kann, findet mittlerweile eine ganze Menge an eBook Readern mit ähnlichen technischen Merkmalen.



