Apple iPad

- Apple iPad
Das Apple nicht bloß einen gewöhnlichen eBook Reader auf den Markt bringt, dürfte sich nach revolutionären Produkten wie dem iPod oder dem iPhone wohl von selbst erklären. Das Apple iPad ist zwar unter anderem auch ein eBook Reader aber auch viel mehr als das.
Das iPad besteht aus 9,7 Zoll großem Multitouch-Display, das eine Auflösung von 1024 mal 768 Pixel darstellen kann. Das iPad verwendet kein, bei reinen eBook Readern übliches, e-Ink Display. Der Schwerpunkt liegt somit eher bei der Darstellung von multimedialen Inhalten als bei der Darstellung von eBooks. Die Multitouch Bildschirmtechnik ist bereits vom iPhone her bekannt: Sie ermöglicht eine Mehr-Finger Touchscreen Bedienung, mit der man durch Fingergesten wie etwa dem Spreitzen zweier Finger Aktionen auslösen kann. Die Gestenerkennung wurde gegenüber des iPhones nochmals verbessert, so dass es jetzt möglich ist auf der virtuellen Tastatur mit dem 10-Finger-System zu schreiben. Das Gerät erkennt zudem automatisch, ob es waagerecht oder senkrecht gehalten wird und passt die Darstellung des Inhalts automatisch an.
Das iPad besitzt keinen USB Anschluss. Die einzige Möglichkeit mit der Außenwelt zu kommunizieren ist die Verbindung zum Web. Für die Einwahl ins Internet ist das iPad wahlweise mit WLAN Ausstattung oder mit einem 3g Mobilfunkmodul erhältlich. Eine exklusive Bindung an einen Mobilfunkanbieter soll es dabei nicht geben, das Gerät wird ohne SIM-Lock ausgeliefert. In den USA hat Apple jedoch einen Sonder-Deal mit AT & T vereinbart, der es Kunden des Mobilfunkanbieters ermöglicht, das iPad auch ohne Vertragsabschluss per monatlicher Prepaid-Zahlung zu betreiben. Auch bei der Speicherausstatung hat der Kunde die Wahl. Das iPad ist in einer 16, 32 oder 64 Gbyte Version zu haben. Der interne Flash-Speicher kann aber nicht per SD oder einer anderen externen Speichererweiterung ergänzt werden.
Zum eBook Reader wird das iPad durch die mitgelieferte iBook App. Dank des großen Displays können bei waagerechter Haltung zwei eBook Seiten parallel angezeigt werden. Mit detailverliebter Grafik werden am linken und rechten Rand die schon gelesenen bzw. noch zu lesenden Seiten eines eBooks dargestellt. Das Umblättern einzelner Seiten erfolgt natürlich per Gestensteuerung durch einfaches Überstreichen des Seitenrandes. Auch dies wird mit einer schön anzusehenden 3D-Grafik-Effekt untermalt. Analog dazu wird die Buchbibliothek als ein Bücherregal dargestellt. Tippt man eines der Buchdeckel an öffnet sich das Buch und man kann darin blättern. Auch der Erwerb von neuen Büchern erfolgt online über die iBook App. Das iPad unterstützt dabei das offene eBook Format ePub, das jedoch mit einem Apple-eigenen Kopierschutz versehen wird. Die Portierung zu anderen eBook Readern ist damit nicht möglich. Auch DRM-geschützte ePub-eBooks müssen beim iPad leider draußen bleiben.
Fazit
Das iPad ist ein Multimedia-Gadget das neue Maßstäbe setzt. Ein direkter Vergleich zu reinen eBook Readern wie dem Amazon Kindle muss daher zwangsläufig hinken. Da das iPad keinen e-Ink Display besitzt, ist die Darstellungsqualität von Texten schlechter und auch der Stromverbrauch ist höher. Dafür ist die Webintegration, die Darstellung von multimedialen Inhalten und auch das Bedienkonzept wesentlich besser als bei reinen eBook Readern. Im Hinblick auf die Unterstützung von eBook Formaten sollte man sich jedoch bewusst sein, dass diese beim iPad gegenwärtig stark eingeschränkt ist, da es keine DRM-geschützten eBooks lesen kann. Wer also bereits eine eBook Sammlung besitzt oder hauptsächlich auf das eBook Angebot von Amazon oder anderen online Shops zugreifen möchte, wird mit dem iPad wohl das nachsehen haben.
Alternativen
Ebenfalls über eine gute online Integration verfügt der Amazon Kindle, diesen gibt es auch in der XL-Variante mit extra-großem Display. Wem ein offenes System als eBook Reader lieber ist, der ist mit dem txtr gut beraten.


