Liro Ink

Mit dem Liro Ink und Liro Color versucht der deutsche Buchhandel der übermächtigen eBook Reader Konkurrenz aus USA und Asien zwei eigene Modelle entgegenzusetzen. Beide Geräte zeichnen sich vor allem durch Ihren sehr günstigen Preis auch. Doch was taugen sie darüber hinaus?
Der Liro Ink, der wie der Liro Color von Trekstor entwickelt wurde, überzeugt vor allem mit seinem günstigen Preis. Der eBook Reader des Deutschen Buchhandels kostet lediglich 70 Euro und ist somit 30 Euro günstiger als der Amazon Kindle. Somit für die Schnäppchenjäger unter den Viellesern ein durchaus interessantes Lesegerät, dass auch einige Vorzüge und Vorteile bietet.
Mittelprächtiges E-Ink-Display
Ein besonderes Merkmal des Liro Ink ist das 6 Zoll große E-Ink-Display (16 Graustufen, 800 x 600 Pixel), den man sonst nirgends für so wenig Geld bei einem eReader genießen kann. Die elektronische Tinte schont den Akku und sorgt zugleich für einen sehr scharfen, papierähnlichen Kontrast, der selbst bei direkter Sonneneinstrahlung ein spiegelfreies Lesen ermöglicht. Wer noch nie einen eReader in den Händen hielt, wird mit der Display-Qualität durchaus zufrieden sein, doch im Vergleich zu den etwas teureren Modellen von Amazon oder Sony wirken die Inhalte eher unscharf und kontrastarm.
Zwar ist der Liro Ink mit einem Gewicht von 216 Gramm nicht wie behauptet ein Leichtgewicht und etwas schwerer als der Kindle, der mobile Lesekomfort wird dadurch aber nicht sonderlich beeinflusst. User können zum Lesen zwischen Hoch- oder Querformat sowie verschiedenen Schriftgrößen wählen. Mit der Funktion „automatisches Blättern“ ist zudem ein praktisches Feature an Bord, wobei das Zeitintervall mindestens eine Minute trägt. Wer schnell liest oder eine eine größere Schriftgröße bevorzugt, wird dieses Feature daher eher selten in Anspruch nehmen.
Zur Bedienung verfügt der eBook Reader am unteren Rand über ein Steuerkreuz, dass an beiden Seiten von Vor- und Zurück-Tasten flankiert wird. Hier macht sich der billige Preis des Liro Ink bemerkbar, da die Tasten etwas schwergängig sind und leicht wackeln.
Kein WLAN, dafür großer 4 GB Speicher
Der Liro Ink, dessen Benutzeroberfläche übersichtlich gestaltet ist, unterstützt gängige Dateiformate wie ePub, PDF, RTF, TXT und andere, sodass man die eBooks nicht gezwungenermaßen im Liro-Shop kaufen muss. Um Bücher auf den eReader zu bekommen, braucht man unbedingt einen Computer, was natürlich die Flexibilität einschränkt. Nach dem Download der eBooks werden diese via USB auf den Reader übertragen. Das ist dem fehlenden WLAN geschuldet und entsprechend kann der Liro Ink auch keine Internetverbindung aufbauen.
Ein Plus ist der große interne Speicher, der vier Gigabyte umfasst und laut Herstellerangaben für bis zu 4.000 Bücher ausreicht. Da aber bekanntlich mehr Speicherplatz nie schadet, lässt sich dieser beim Liro Ink mittels microSD-Karte (nicht im Lieferumfang) erwitern.
Fazit
Angesichts des geringen Preis von 70 Euro kann man bei diesem Einsteigergerät nicht viel falsch machen, zumal der eReader auch noch einen E-Ink-Dislpay bietet. Doch für 30 Euro mehr bekommt man deutlich bessere Lesegeräte, die zudem den Aufpreis wert sind.