CES 2012: eBook Reader und Tablet Neuheiten

Die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas ist die weltweit größte Messe für Unterhaltungselektronik. Auch in diesem Jahr spielen Tablet PCs wieder eine große Rolle. Bei eBook Readern sieht es dagegen etwas dünner aus. Was nicht zuletzt daran liegt, dass die größten Anbieter wie Amazon, Sony und Kobo Ihre neuesten Modelle schon zu Weihnachten 2012 herausgebracht und somit wenig Neues zu berichten haben.

Solar Kindle

eBook Reader zubehör SolarKindle
Solarenergie für den Kindle mit dem SolarKindle von Solarfocus

Ein innovatives Zubehör für den Amazon Kindle bietet der Hersteller Solarfocus an. Das SolarKindle Lighted Cover ist eine Hülle für den Amazon Kindle, die nicht nur Schutz vor Kratzern und Verschmutzung bietet, sondern auch vor Energieknappheit. Die Hülle ist mit Solarzellen bestückt, die das Kindle-Akku aufladen. Zusätzlich ist sie mit einer ebenfalls solarbetriebenen Leselampe ausgestattet. Die Batterien des SolarKindle benötigen ca. 8 Stunden Sonnenlicht um sich voll aufzuladen und können bis zu 80% der Leistung des Kindles zur Verfügung stellen.

Qualcomm: neuer eReader mit Farb-Display

eBook Reader mit Farb-Display liegen voll im Trend, dem Qualcomm mit dem neuen, auf der CES vorgestellten Modell Hanvon Mirasol eBook Reader C18 Folge leistet. Der eReader kann ca. 90 Prozent der Inhalte in Farbe wiedergeben. Ausgestattet ist das Gerät mit einem 1 GHz Snapdragon Prozessor, Android 2.3 als Betriebssystem sowie einem integrierten Lautsprecher, Mirco SD Speicherkarten Slot und Kopfhöreranschluss. Mit dem 5,7 Zoll Display ist der C18 kleiner als die meisten anderen eReader, was ihn aber auf der anderen Seite handlicher macht. Erhältlich ist der neue Qualcomm eBook Reader vorerst nur in China. Ob und wann mit einer Einführung in Europa und den USA zu rechnen ist, ist bislang noch nicht bekannt.

Keine eigenen eBook Reader von Polaroid

Die Gerüchte um einen neuen Polaroid eBook Reader haben sich indes nicht bestätigt. Stattdessen präsentierte das Unternehmen altbekannte Geräte, die lediglich unter dem eigenen Firmennamen neu aufgelegt wurden. So z.B. den TrekStor eBook Reader 3.0, der die gleiche Oberfläche wie der Weltbild eBook Reader 3.0 vorweist. Ein weiterer Vertreter ist der Polaroid PER-900, der sich durch seinen 9 Zoll großen Bildschirm auszeichnet und somit deutlich größer als TrekStor (7 Zoll) ist. Zu den wichtigsten technischen Eckdaten gehören ein TFT-LCD-Bildschirm, 2 GB interner Speicher, kein Touchscreen und kein WLAN. Wahlweise ist der Polaroid eReader PER-900 auch in der kleineren 7 Zoll Variante erhältlich. Auf einen eigenen eBook Reader aus dem Hause Polaroid muss hingegen weiter gewartet werden.

Hauptsache schlank: Toshiba X10 Tablet

Tablet Pc Toshiba X10
Das dünnste Tablet der Welt: Toshiba X10

Die meisten Tablet Hersteller greifen auf die gleichen Prozessoren und Betriebssysteme zurück. Da wird es schwierig Alleinstellungsmerkmale zu finden, mit denen man sein Produkt von der Konkurrenz abheben kann. Wenn es der Preis nicht ist, bleibt oft nur noch das Design. Und so verkündet Toshiba mit dem Toshiba X10 nun das dünnste Tablet weltweit auf den Markt zu bringen. Gerade einmal 7,7 mm Dicke misst das Gerät und ist damit ganze 0,6 mm dünner als das oben erwähnte Acer Transformer Prime. Ob das wirklich ein entscheidendes Kaufargument ist kann man wohl bezweifeln – nicht desto trotz macht das Toshiba X10 sowohl vom Design als auch von den technischen Daten her eine gute Figur. Es läuft mit dem neuen Google Android 4 „Icecream Sandwich“, besitzt einen Tegra2 Dualcore-Prozessor und verfügt trotz der geringen Dicke über alle wichtigen Anschlüsse einschließlich Micro-USB, Micro-SD und HDMI Video-Anschluss.

Tablet Pc Fujitsu Arrows
Tablet für unterwegs und unterwasser: Das Fujitsu Arrows

Wasserdicht: Fujitsu Arrows Tablet

Wer in den 80ern die bis zu 30 Meter wasserdichte Digitaluhr zu schätzen wusste, wird auch mit dem Arrows Tablet von Fujitsu Freude haben. Das Tablet ist ebenfalls wassericht – bis zu welcher Wassertiefe liess der Hersteller jedoch offen. Unter der wasserdichten Haube steckt ein 1 Ghz Dualcore Prozessor, als Betriebssystem wird Android 3 Honeycomb verwendetet, zudem verfügt das Gerät über 2 Kameras. Ob Videotelefonie per Sykpe und Co auch unter Wasser funktioniert? Nun gibt es einen Weg es herauszufinden! 

Windows 8 Tablets

Tablet PCs, die mit einem Windows-Betriebssystem laufen fristen derzeit noch ein Nischen-Dasein. Mit dem stärker auf mobile Geräte ausgerichteten Windows 8 hofft Microsoft diesem Umstand künftig stärker entgegenwirken zu können. Samsung hat bereits angekündigt, Mitte 2012 ein Windows 8 Tablet herauszubringen. Auf der CES konnte jedoch nur eine sehr frühe Entwicklungsversion des noch namenlosen Tablets besichtigt werden.

Einen  ersten Eindruck des Look & Feel der neuen Windows Oberfläche vermittelt das folgende Video:

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Galaxy Tab 7.0 Plus: Samsung trotzt Apple

Samsung Galaxy 70 Plus
Ab Februar erhältlich: Das Samsung Galaxy 70 - sofern es nicht wieder Streit mit Apple gibt

Samsung sorgt mit dem Galaxy Tab 7.0 Plus für ein weiteres Tablet-Highlight auf der CES. Das kompakte Modell des koreanischen Hersteller verfügt über einen 7 Zoll Display (1.024 x 600 Pixel), 1,2 Ghz DualCore-Prozessor, 1 GB Arbeitsspeicher und wahlweise 16- oder 32-GB internen Speicher. Als Betriebssystem kommt vorerst Android 3.2 zum Einsatz, Samsung kündigte aber bereits ein Update auf Android 4.0 an. Um das von Apple vor Gericht erwirkte Verkaufsverbot in Deutschland zu umgehen, hat Samsung das Design etwas verändert und die Lautsprecher auf der Vorderseite des Tablets platziert – genau wie beim Galaxy Tab 10.1N. Der Preis steht noch nicht fest, doch dafür soll das Galaxy Tab 7.0 Plus schon im Februar im Handel erhältlich sein, auch in Deutschland.

Intel: Tablet-Durchbruch dank neuer CPU?

Intel will jetzt endlich erfolgreich im heißumkämpften und lukrativen Tablet-Markt mitmischen, wobei das neue Lenovo Ideapad K2110 als Türöffner fungieren soll. Helfen soll dabei Intels neue Atom-Plattform. So werkelt unter der Tablet-Haube der neue Prozessor mit dem Namen Z2460 (Codename Medfield), der als besonders stromsparend gilt und sich durch seine hohe Geschwindigkeit auszeichnet. Sollte die CPU die vielversprechenden Vorzeichen halten, könnte Intel mit dem K2110 der Durchbruch gelingen. Als Betriebssystem soll Android 4.0 auf dem Lenovo-Tablet verwendet werden. Bezüglich des Preises machte Lenovo noch keine Auskunft, dafür steht schon der Zeitpunkt der Markteinführung grob fest: Sommer 2012.

Quad-Core Tablet von Asus

Kaum hat Asus mit dem EeePad Transformer Prime seinen ersten Tablet-PC mit Android 4.0 und Tegra-3-Plattform präsentiert, tauchte auf der CES schon der potentielle Nachfolger auf: das Transformer Prime TF700T Tablet mit Full-HD-Display (1.920 x 1.080 Pixel). Von der Ausstattung soweit identisch, wobei Asus das Tablet in der Multimedia-Ecke positionieren will. Dank des Tegra 3 Quad-Core Prozessor ist genug Power an Bord und so können User problemlos Filme in gestochen scharfer Full-HD-Qualität genießen. Eine Besonderheit ist die Akkulaufzeit von bis zu 18 Stunden, die aber nur dank einer mobilen Dockingstation in Kombination mit dem TF700T gewährleistet werden kann. Angaben zum Preis gab es von Asus keine, dafür soll das Gerät bereits im zweiten Quartal 2012 im Handel erhältlich sein.

Iconia Tab A700 von Acer: HD-Vergnügen

Acer hatte zudem noch mit dem Iconia Tab A700 ein besonders für Gamer und Multimedia-Freunde interessantes Tablet im Gepäck. Im Inneren sorgte ein Vierkern-Prozessor Tegra 3 von Nvidia für gute Leistung, so dass eine flüssige Wiedergabe von Videos in HD-Qualität kein Problem ist. Auch zum Spielen ist das A700 gut geeignet. Neben dem Quadcore-Chip ist zudem das Display sehr erwähnenswert, welches mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln (Full-HD) deutlich schärfer ist, als die meisten Modelle der aktuellen Tablet-Generation.

Tablet S und Tablet P: Sony punktet mit Besonderheiten

Das ausklappbare Sony Tablet P

Sony hat auf der CES mit dem Tablet S und Tablet P zwei stylische Vertreter vorgestellt. Das Android-Tablet S weiß dabei durch seine ergonomische Form zu überzeugen, wobei die Dicke des Gerätes auf der einen Seite etwas zunimmt. Dadurch weckt das Design Erinnerungen an eine aufgeschlagene Zeitschrift. Mit einem Gewicht von lediglich 598 Gramm ist das Sony Tablet S sehr leicht, wofür sich aber primär das Plastikgehäuse verantwortlich zeichnet. Ein besonderer Clou: Dank eines Infrarot-Empfängers kann das Tabelt auch als Universal-Fernbedienung verwendet werden. Technische Daten: 9,4 Zoll Touchscreen mit 1,2800 x 800 Pixel, Dual-Core-GHz-Prozessor. Für die günstige Variante des Tablet S verlangt Sony 479 Euro.

Im Mittelpunkt des Sony Tablet P steht dagegen der geteilte Bildschirm, der sich aus zwei jeweils 5,5 Zoll großen Displays zusammensetzt. Die beiden Bildschirme können ein gemeinsames oder zwei unterschiedliche Bilder wiedergeben. Praktisch: Das Tablet P lässt sich dank der zwei Displays zusammenklappen und ist somit für den mobilen Einsatz prädestiniert, da es auch in kleineren Handtaschen bequem Platz findet. Für 600 Euro ist der Sony Tablet P zu haben.

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Asus EeePad MeMo 370T: ideal für Einsteiger

Eine ganze Menge Tablet für wenig Geld - das Asus EeePad MeMo 370T

Einsteiger finden mit dem Ausus EeePad MeMo 370T durchaus ein interessantes Gerät. Das mit Android 4.0 und Tegra 3 ausgestattete Tablet kostet lediglich 249 US-Dollar. Für den Preis bekommt man eine ganze Menge „Tablet“. So befindet sich der leistungsstarke Tegra-3-Quadcore-Prozessor von Nvidia unter der Haube des 7 Zoll großen Tablets, das als Betriebssystem Android 4.0 Ice Cream Sandwich bietet. Abgerundet wird die vorzeigbare Ausstattung durch des MeMo 370T durch eine 8 Megapixel Kamera auf der Rückseite. Zudem sollen auf dem IPS-Panel Fingerabdrücke keine Chance haben.

Ansonsten wird viel spekuliert. So soll Asus das MeMo 370T mit einem 16 GB oder 32 GB Speicher anbieten. Doch ob beim günstigeren Modell wirklich alle Features mit an Bord sein werden, wird bezweifelt. Gewissheit werden wir spätestens zum Release haben. Im zweiten Quartal soll es soweit sein.

Günstiges 3D-Tablet von Wikipad

Neben der Vielzahl bekannter Größen wie Samsung, Sony oder Asus präsentierten auf der CES aber auch unbekannte Hersteller interessante Tablets. Dazu gehört auch Wikipad, die noch bis März ein 3D-Tablet in den Handel bringen wollen. Dabei soll dass 3D-Tablet (8 Zoll mit 1280 x 800 Pixel Auflösung) zu einem Schnäppchenpreis von unter 200 US-Dollar zu haben sein. Ermöglicht wird der geringe Preis dadurch, dass die Komponenten nicht von anderen Herstellern eingekauft werden. Zu den weiteren Features des Wikipad 3D-Tablet gehören  zwei Kameras (Vorder- und Rückseite, 2 Megapixel), ein 8 GB großer interner Speicher (mittels MicrosSD-Karte um bis zu 64 GB erweiterbar), Bluetooth und WiFi - angesichts des geringen Preise eine sehr umfangreiche Ausstattung. Als Betriebssystem kommt, wie bei fast allen neuen Tablets, Android 4.0 Ice Cream Sandwich zum Einsatz. Um die 3D-Fährigkeit des Wikipad Tablets bestens auszureizen, soll es neben dem Android Market auch einen speziellen App-Store vom Hersteller geben, der sich auf 3D-Inhalte wie Spiele oder Filme fokussiert.

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