eBook Reader kaufen leicht gemacht, Tipps für den eBook Reader Kauf
Das Angebot an eBook Readern wird allmählich unübersichtlich. Fast jede größere Buchhandelskette sowie zahlreiche Unterhaltungselektronik Marken bieten inzwischen eigene eBook Reader an. Damit die Auswahl beim eBook Reader Kaufen nicht zur Qual wird, finden Sie nachfolgend eine Übersicht der wichtigsten Kaufkriterien und einige Tipps, um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern.

- ePapier schematisch: Mikrokapseln statt Leuchtpixel. Quelle: Gerald Senarclens
ePapier - elektronisches Papier
Die meisten modernen eBook Reader verwenden eine neuartige Bildschirmtechnologie, die als elektronische Tine, elektronisches Papier oder kurz ePapier bezeichnet wird. ePapier Displays versuchen die Eigenschaften von gedruckten Papierseiten nachzuahmen - was ihnen auch erstaunlich gut gelingt. Die Technik, die in einem ePapier Display steckt, unterscheidet sich fundamental von herkömmlichen LCD-Displays: ePapier Displays enthalten eine Flüssigkeit, in der weiße und schwarze Mikrokapseln schwimmen. Die weißen Kapseln sind positiv geladen und die schwarzen negativ. Durch Anlegen einer Stromspannung kann gesteuert werden, welche der Kapseln sich an die Oberfläche bewegen und somit sichtbar werden. Da die Kapseln nicht von selber leuchten, sieht die Bildschirmanzeige viel mehr einer gedruckten Seite ähnlich, als einem gewöhnlichen leuchtenden Bildschirm. Da man beim Betrachten nicht auf ein Gegenlicht schaut, tritt auch die bekannte Bildschirmmüdigkeit nicht auf. Die Augen werden einfach weniger angestrengt. Außerdem sind ePapier Displays wesentlich weniger stark lichtreflektierend als Bildschirme von Smartphones oder Tablets. Dadurch sind sie auch draußen im Sonnenlicht sehr angenehm zu gebrauchen. Beim Stromverbrauch sind ePapier Bildschirme herkömmlichen Displays ebenfalls weit überlegen: Lediglich beim Aufbau einer Seite wird Strom verbraucht, nicht aber um eine Seite statisch darzustellen. Eine Akkuladung reicht bei modernen eBook Readern ohne weiteres für bis zu 14.000 Seitenumschläge aus, was selbst bei intensivem Gebrauch locker für zwei Wochen anhält. Bei Smartphones und Tablets mit LCD Bildschirm ist dagegen schon nach einigen Stunden Schluss.

- Der Amazon Kindle verwendet die neuste eInk Pearl Display-Technologie
Die Display-Frage: E-Ink, SiPix oder LCD?
Der bekannteste Hersteller von ePapier Displays ist das Unternehmen e-Ink. Die erste Generation von e-Ink Bildschirmen wird schlicht als e-Ink Display bezeichnet. Eine neuere Generation, die in vielen aktuellen eBook Readern verwendet wird, heißt e-Ink Pearl. E-Ink Pearl Displays weisen nochmals verbesserte Kontrasteigenschaften, längere Akkulaufzeit und einen schnelleren Bildaufbau auf. Weit verbreitet sind auch die ePapier Displays des Herstellers SiPix. SiPix Displays besitzen ebenfalls hohe Kontrasteigenschaften, sind stromsparend und augenfreundlich, kommen in Ihrer Qualität aber noch nicht ganz an e-Ink Pearl Displays heran. Da sie billiger in der Herstellung sind, werden sie häufig in besonders günstigen eBook Readern verwendet.
Einige Hersteller verzichten auch auf die Verwendung von ePapier Displays und bauen in ihren Geräten herkömmliche LCD-Displays ein. ePapier Displays bieten zwar einen enormen Lesekomfort, sind aber vergleichsweise träge im Bildaufbau und können keine Farben sondern lediglich Graustufen darstellen. LCD-Displays sind daher für wesentlich vielfältigere Zwecke einsetzbar als ePapier Bildschirme. Bei einem Reader mit LCD-Display hat man es dann streng genommen schon eher mit einem Tablet PC als mit einem eBook Reader zu tun. Doch sollte man sich nicht durch angepriesene Vielseitigkeit täuschen lassen. eBook Reader sind keine Multifunktionsgeräte, sondern in erster Linie eBook Lesegeräte. Und dafür sind ePapier Bildschirme definitiv eine weit bessere Wahl als LCD Displays.
Die neueste Generation von e-Ink Displays nennt sich "Triton" und kennzeichnet einen neuen Meilenstein in der ePapier-Entwicklung. Trition Displays sind nämlich in der Lage bis zu 4096 Farben darzustellen und dabei gleichzeitig die hohe Darstellungsqualität früherer e-Ink Generation nochmals zu verbessern. Auch Triton Displays entahten schwarze und weiße Mikrokapseln, die in einer Flüssigkeit schwimmen. Darüber hinaus enthalten sie noch eine Schicht an Farbfiltern, die das Licht so brechen, dass eine Farbwahrnehmung entsteht. Bisher ist jedoch erst ein eBook Reader im deutschsprachigen Raum erschienen, der diese Technik einsetzt: Der Ectaco Jetbook Color.

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Größe und Gewicht
Die meisten eBook Reader haben eine Bildschirmgröße von 6 Zoll. Dieses Format hat sich als einen guten Kompromis aus Bildschirmgröße und Handlichkeit etabliert. 6 Zoll eBook Reader lassen sich mühelos in einer Hand halten, sind meist nicht besonders schwer, außerdem gut für unterwegs verstaubar und haben trotzdem noch eine ausreichende Bildschirmgröße, um auf ihnen bequem lesen zu können ohne dabei zu all zu häufig umblättern zu müssen. Für speziellere Anwendungsfälle können natürlich auch größere oder kleinere Formate Sinn machen. Für die Arbeit mit Dokumenten in DIN A4 Größe oder Darstellung von Zeitungsseiten ist ein 9 Zoll Display sicher angenehmer. Die Auswahl an Geräten mit 9 Zoll Displays ist jedoch sehr beschränkt. Bei kleineren 5 Zoll Displays sieht das Angebot dagegen schon deutlich besser aus. 5 Zoll eBook Reader haben in etwa den Umfang eines größeren Smartphones, sind somit also schon hosentaschentauglich. Dafür muss man hierbei jedoch häufigeres Umblättern in Kauf nehmen oder, sofern es das Sehvermögen zulässt, eine kleinere Schriftgröße wählen.
Das Gewicht liegt bei aktuell erhältlichen eBook Readern in der Regel zwischen 170 und 250 Gramm. Bedenkt man, dass ein gebundenes Buch schnell 700 Gramm und mehr auf die Waage bringt, sollte einem selbst das Gewicht eines "schweren" eBook Readers nicht zu sehr belasten. Aber natürlich ist ein leichtes Gerät angenehmer in der Handhabung, vor allem wenn man seinen eBook Reader auch über längere Zeiträume mit einer Hand halten möchte.

