eBook Reader kaufen leicht gemacht, Tipps für den eBook Reader Kauf - Teil 2

- Unterstützt auch exotische eBook Formate: Das Pocketbook 602
Unterstützte eBook Formate
Ein besonderes Augenmerk sollte man beim Kauf eines eBook Readers darauf legen, welche eBook Formate das Gerät unterstützt. Denn nicht jedes Gerät unterstützt automatisch alle Formate. Die gute Nachricht: Während vor wenigen Jahren noch viele Hersteller versuchten ihr eigenes Süppchen zu kochen und zahlreiche untereinander inkompatible eBook Formate entwickelten, hat sich mittlerweile das offene Format ePub als Standard durchgesetzt. lediglich Amazon verwendet beim Amazon Kindle noch ein spezielles eigenes Format namens AZW. Das bedeutet: Mit dem Amazon Kindle kann man ohne Formatkonvertierung ausschließlich eBooks verwenden, die man bei Amazon erworben hat. Umgekehrt können andere eBook Reader keine eBooks von Amazon lesen. Wie schwer wiegt diese Einschränkung? Das hängt natürlich von den persönlichen Einkaufsvorlieben ab. Wer ohnehin die meisten seiner Bücher bei Amazon bestellt, wird die Format-Vorgabe vermutlich garnicht als Einschränkung wahrnehmen. Überteuerte Preise für eBooks muss man auch nicht befürchten, da es in Deutschland eine gesetzlich vorgeschriebene Buchpreisbindung gibt, die dafür sorgt, das eBooks bei allen Anbietern zum gleichen Preis angeboten werden. Mit einem kleinen Trick lässt sich die Format-Einschränkung auch umgehen: Über die frei erhältliche Software Calibre können eBooks zwischen Amazons AZW und anderen eBook Formaten Umgewandelt werden.
Kopierschutz Probleme
Auch eBooks im offenen und weit verbreiteten Format ePub sind nicht uneingeschränkt nutzbar. Viele Anbieter versehen ihre eBooks mit einem Kopierschutz der auf DRM (Digital Rights Management, digitale Rechteverwaltung) basiert. Der DRM-Kopierschutz sorgt dafür, das ein Buch nicht beliebig oft kopiert und auf beliebig vielen Geräten abgespielt werden kann. Um ein DRM- geschütztes eBook auf einem Gerät zu öffnen, muss das Gerät zunächst registriert werden. Dies geschieht in der Regel über eine Erkennungs-ID, die man einmalig beim Anbieter anfordern muss. Mit dieser kann man eine festgelegte Anzahl an Geräten freischalten, um somit ein einmalig gekauftes eBook auf mehreren Geräten verwenden zu können. Leider führt DRM immer wieder zu Problemen. Da es verschiedene DRM-Verfahren von unterschiedlichen Anbietern gibt, kann es passieren, das sich eBooks von einzelnen Anbietern mit bestimmten eBook Readern nicht öffnen lassen.
Sonstige Formate
Andere eBook Formate als ePub und Amazons AZW wie zum Beispiel Mobi oder BBebook sind nur noch selten anzutreffen. Ihre Unterstützung ist daher kein entscheidendes Kriterium mehr für einen eBook Reader es sei denn, man möchte sich bei der eBook Auswahl bei speziellen Nischen bedienen. Mobi ist zum Beispiel im osteuropäischen Raum noch weiter verbreitet als in Westeuropa. Ungleich wichtiger ist dagegen die Unterstützung von Dokumentformaten, allen voran das PDF-Format. PDF Dokumente sind im Internet weit verbreitet. Häufig wird PDF für die Darstellung von digitalisierten Print-Dokumenten, aber auch für elektronische Zeitschriften und eigene Dokumente genutzt. Die meisten modernen eBook Reader unterstützen PDF - allerdings sind nicht alle eBook Reader gleich gut darin. Im Gegensatz zu eBook-Formaten wie z.B. ePub ist bei PDF exakt festgelegt, wie das Layout einer Seite auszusehen hat. Bei eBook Formaten sind dagegen viele Layout-Vorschriften, wie z.B. Schriftgröße oder Schriftart flexibel einstellbar. Layout-Vorschriften können hierbei also zu Gunsten einer besseren Lesbarkeit und persönlichen Vorlieben übergangen werden. Um PDF Dokumente mit ihren starren Layout-Vorschriften auch auf 6 Zoll ePapier Displays exakt darzustellen sind daher wesentlich höhere Anforderungen an die Software des eBook Readers gestellt. Die neuesten eBook Reader der bekannten Marken wie Amazon, Sony oder Kobo meistern jedoch die PDF-Darstellung in der Regel zügig und fehlerfrei. Bei weniger hochwertigen eBook Readern ist die Qualität der PDF-Darstellung dagegen gerne ein Punkt, bei dem Hersteller sparen.

