Apple iPad 2

Nach dem sensationellen Erfolg des ersten iPad legt Apple mit dem iPad 2 nur ein Jahr später ein verbessertes Modell mit spürbar besserer Leistung nach. Mit 14 Millionen verkauften iPads alleine im Jahr 2010 sollte der Erfolg der Tablet PCs allerdings erst beginnen.


Die Änderungen beim Apple iPad 2 im Vergleich zum Vorgängermodell sind größtenteils zwar nicht revolutionär, sie sorgen aber dafür, dass sich das iPad 2 noch einmal besser bedienen lässt als das erste iPad. Das Display ist mit 9,7 Zoll und 1024x768 Bildpunkten Auflösungen unverändert geblieben, leider spiegelt der Bildschirm auch weiterhin sehr stark. Ein Einsatz im Freien ist aus diesem Grunde eher nicht anzuraten. Das iPad 2 ist dafür aber schlanker geworden. Das Gehäuse ist nur noch 8,8 mm dick und damit 33% dünner als das des Vorgängers. Auch beim Gewicht konnte Apple abspecken. Mit knapp 600 Gramm in der WLAN-Version wiegt das iPad 2 gute 80 Gramm weniger als das erste iPad. Und auch wenn 80 Gramm und ein paar Millimeter Gehäuse nicht nach viel klingen, das neue iPad fühlt sich tatsächlich deutlich griffiger und leichter an. Für die stark gestiegene Geschwindigkeit des Apple iPad 2 ist der neue A5-Prozessor verantwortlich. Statt nur einen Rechenkern mit einem Gigahertz Taktfrequenz setzt Apple nur zwei Kerne ein und verdoppelt damit theoretisch die Leistung. Und wer mit dem Tablet PC spielen möchte kann sich über eine mehr als fünfmal so schnelle Grafikeinheit freuen - Spiele sehen auf dem iPad 2 dank Kantenglättung bei entsprechender Anpassung deutlich besser aus.

Anwendungen starten auf dem Apple iPad 2 spürbar schneller als auf dem ersten iPad. Neben der stark erhöhten Prozessorleistung liegt es auch am mit 512 MB doppelt so großen Arbeitsspeicher des neuen Tablet PC. Besonders aufwändige Apps laufen dank der höheren Rechenleistung nun flüssiger und lassen sich angenehmer bedienen. Angesichts der beiden verbauten Kameras und einer leistungsfordernden Videoschnitt-App war dieser Schritt sehr sinnvoll. Die an der Innenseite verbaute Kamera ist dabei für Videotelefonate per Apple Facetime oder die Skype-App gedacht und löst mit 640x480 Bildpunkten auf. Die Außenkamera nimmt mit 1280x720 Bildpunkten auch Videos in 720p auf.

apple ipad

Die eBook-Fähigkeiten des Apple iPad 2 haben sich im Vergleich zum bereits sehr guten Vorgänger nur wenig verbessert. Apples vorinstallierte eBook-App namens iBook bietet Zugriff auf einen reichhaltigen Fundus internationaler Werke und präsentiert erworbene Bücher grafisch sehr ansprechend in einem nachgebildeten Regal. Unterstützt werden hier neben Apples eigenen Formaten auch Bücher im ePub-Format. Mit DRM kann iBook allerdings abseits der Apple-iBooks nicht umgehen. Allerdings existieren alternative eBook-Apps um beispielsweise auch kopiergeschützte PDF-Dateien betrachten zu können. Amazons Kindle-App gibt zudem Zugriff auf das gesamte Kindle-Angebot. Zudem haben die meisten eBook-Händler eigene Apps um auch auf dem Tablet PC von Apple die eigenen DRM-Funktionen unterstützen zu können. An Lesestoff mangelt es dem Apple iPad 2 also nicht, dank der verbesserten Leistung des iPad 2 fühlt sich nun auch das Umblättern mit 3D-Effekt und das Durchsuchen umfangreicher Dokumente noch flotter an als bei der Vorgängergeneration.

Mit dem iPad 2 hat Apple die hauseigenen Tablet PCs zwar nicht revolutionär geändert - aber das war angesichts der hohen Qualität des ersten iPad auch gar nicht nötig. Das hochwertige Display sorgt trotz verspiegelter Oberfläche für ein angenehmes Lesegefühl bei eBooks und für eine gute Bildqualität bei Foto- und Videowiedergabe. Nur unter strahlender Sonne lässt sich das iPad 2 nicht mehr sehr gut ablesen, hier ist eInk im Vorteil.

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Das iPad im Praxistest
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