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Blackberry Playbook

Tablet PC Blackberry Playbook

In der Smartphone-Welt geht der Hersteller Research in Motion (RIM) einen Sonderweg. RIMs Blackberrys orientieren sich nicht an gängigen Android- oder iOS-Geräten und bieten weniger die schnelle Unterhaltung für die Pause als eher geschäftsmäßige Professionalität. Business-Anwender schätzen ihre Blackberrys daher als zuverlässige Begleiter und geschickt konzipierte Arbeitsmaschinen.


Mit dem Blackberry Playbook steigt RIM jetzt auch in den Markt der Tablet PC ein. Trotz des verspielt klingenden Namens soll sich allerdings auch das Playbook wieder an Geschäftsleute mit professionellen Ansprüchen richten. Entgegen aller vorherrschenden Trends im Tablet-Segment setzt RIM nicht auf Android oder gar Windows als Basis - für das Blackberry Playbook wurde mit QNX Neutrino ein eigenes Betriebssytem entwickelt. Dieses soll in Zukunft auch auf den Blackberry-Smartphones zum Einsatz kommen und das Blackberry OS 6.0 verdrängen.

Nicht nur die Wahl des Betriebssystems macht das Playbook unverwechselbar. Auch die Technik unterscheidet sich in einigen Punkten von einem gewohnten Tablet PC. Als Prozessor kommt ein OMAP 4430 von Texas Instrument zum Einsatz, ein Doppelkern-Prozessor mit 1 GHz Taktfrequenz. Zusätzlich mit dem vergleichsweise großen Arbeitsspeicher von einem Gigabyte fühlt sich die Bedienung des Blackberry Playbook extrem flüssig an. Selbst mit vielen gleichzeitig geöffneten Anwendungen gerät das Playbook nicht ins Stocken.

Der Bildschirm des Playbook ist mit 7 Zoll klein genug, um das nur 400 Gramm leichte Gerät notfalls in der Innentasche einer Jacke transportieren zu können. Dabei sorgt die hohe Auflösung von 1024x600 Bildpunkten allerdings für ein gestochen scharfes Bild. Dank kapazitivem Multitouch fällt auch die Handhabung benutzerfreundlich aus. Business-Anwender mit PDA-Vergangenheit vermissen eventuell auf den ersten Blick einen Eingabestift - dieser wird dank großer Bildfläche und des gut optimierten Betriebssystems nicht mehr benötigt. Die Bedienung mit den Fingern geht schnell und flüssig von der Hand.

Das Playbook unterstützt dabei auch die Beschleunigung von Flashanwendungen, bietet Support für Adobe Mobile Air und sogar für HTML 5. Für zusätzliche Anwendungen stellt RIM die Blackberry App-World zur Verfügung, ein Applikations-Marktplatz, der allerdings primär Business-Apps führt. Eine Vielfalt wie bei iOS oder Android wird sich im Blackberry-Marktplatz so schnell nicht finden, vor allem Privatanwender dürften angesichts der klaren Auslegung auf den Geschäftskundenbereich enttäuscht werden.

Kontakt zum Internet nimmt das Playbook nur per WLAN auf. UMTS ist nicht vorgesehen, Nutzer eines Blackberry-Smartphones können allerdings per Tethering ihre Mobilfunkverbindung an das Playbook weiterleiten. Eine LTE-Option ist für die Zukunft und vorerst nur für den US-Amerikanischen Markt geplant.

Natürlich bietet das Playbook auch die Möglichkeit Videokonferenzen durchzuführen. Eine in der Front angebrachte Kamera löst mit beeindruckenden 3 Megapixeln auf und ermöglicht so Konferenzen in HD-Qualität. Eine zweite Kamera an der Rückseite ist mit 5 Megapixeln Auflösung für hochauflösende Fotos ausgelegt. Damit nicht nur für Fotos sondern auch für Anwendungen und Multimedia-Dateien ausreichend Platz vorhanden ist, wird das Playbook mit bis zu 64 Gigabyte Flashspeicher ausgeliefert.

Flash is required!
Demonstration des Blackberry Playbook (englisch)
  
 
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